Unsere aktuellen Termine (2021):
08.-09.05. 03.-04.07. 09.-10.10.
Außerhalb der Veranstaltungen:
vom 03.04. bis 16.10. jeweils samstags von 10:00-17:00 Uhr.
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  1. Dichtheit der Kolbenschieber auf beiden Lokseiten feststellen. Entweicht z. B. am vorderen Zylinderentwässerungsventil starker Dampf, so sind die Ringe des vorderen Schieberkörpers oder auch dieser selbst undicht. Wegen der Ringstöße wird meist etwas Dampf ausströmen. Dampfaustritt aus dem Blasrohr lässt auf undichten Sitz der Schieberbuchsen schließen, beim Karl-Schulz-Schieber auch auf undichte Labyrinth-Dichtung oder Dichtringe. Hierbei feststellen, ob der Schieberkasten, die Flansche der Einströmrohre, der Luftsaugeventile und der Fernthermometerleitung sowie die Ölstutzen und Entwässerungsrohre dicht sind. Regler schließen. Keile an den Zylinderentwässerungsventilen entfernen. Zylinderentwässerungsventile öffnen. Druck im Schieberkasten absinken lassen.
  2. Zylinderentwässerungsventile schließen. Auf der nicht mit Radkeilen festgelegten Lokseite, am hinteren Zylinderentwässerungsventil, Keil einschieben, Voreilhebel nach vorn schieben. Zur Vermeidung von Quetschungen Einsteckrohr verwenden. Regler wieder langsam" voll öffnen. Entweicht am hinteren Zylinderentwässerungsventil Dampf, dann sind die Kolbenringe schadhaft, möglicherweise auch der Kolbenkörper oder Druckausgleich. In diesen Fällen tritt auch Dampf aus dem Blasrohr aus.
    Hierbei prüfen:
    Zylinder auf Risse, Zylinderdeckel, Stopfbuchse mit Flansch, Zylindersicherheitsventil, Ölstutzen, Linsensitze des Druckausgleichers. Strömt aus dessen Entwässerungsbohrungen Dampf, so sind die Ringe des Gegenkolbens oder auch dessen Kegelsitz undicht. Regler schließen. Hinteren Keil entfernen. Zylinderentwässerungsventile öffnen.
  3. Zylinderentwässerungsventile schließen. Keil am vorderen Zylinderentwässerungsventil einschieben. Regler langsam voll öffnen. Weitere Prüfungen wie in Ziffer 10. Regler schließen. Vorderen Keil entfernen. Zylinderentwässerungsventile öffnen. Voreilhebel senkrecht stellen.
  4. Feststellung der Lagerspiele und Fehler im Lauf- und Triebwerk.
    Zusatz- und Tenderbremse bleiben fest. Zylinderentwässerungsventile schließen. Regler langsam so öffnen, dass ein Schieberkastendruck von höchstens 5 kp/cm2 erhalten bleibt. Voreilhebel mit Einsteckrohr gleichmäßig vor- und zurücklegen und hierbei beobachten:
    a) Zylinderbefestigung am Lokrahmen.
    b) Dichtheit der Ausströmkästen und Schieberkastendeckel.
    c) Festsitz des Kolbens auf der Stange (kann mit Holzstab abgehört werden).
    d) Kolbenstangensitz im Kreuzkopfhals desgleichen Sitz des Kreuzkopfkeiles.
    e) Gleitbahnbefestigung.
    f) Kreuzkopfgleitplatten (Quer-, Längs- und auch senkrechtes Spiel).
    g) Kreuzkopfbolzen und vorderes Treibstangenlager mit seinem Stellkeil.
    h) Lager, Stein und Bolzen der Schwinge.
    i) Hinteres Treibstangenlager sowie die übrigen Stangenlager und die Gelenkbolzen.
    j) Fester Sitz der Treib- und Kuppelzapfen.
    k) Achslager: Spiel des Schenkels im Lager, des Achslagergehäuses in der Führung und Querspiel der Achslagergleitplatten.
    l) Fester Sitz der Radnaben auf den Achswellen. Vor den Beobachtungen gemäß Buchstaben k und l ist die Zusatzbremse für die Kuppelachsen zu lösen. Voreilhebel senkrecht stellen. Regler schließen. Zylinderventile öffnen.
  5. Radkeile auf der geprüften Seite anlegen.
  6. Andere Lokseite gemäß Ziffern 10., 11. und 12. prüfen.

B) Drillingslokomotive mit einer Treibachse


Skizze 2

Skizze 3
  1. 1. Die zu untersuchende Lok so stellen, dass der rechte Treibzapfen nach Skizze 2 steht. Die Zylinder sind gut vorzuwärmen.
  2. Die Außenseiten der Lok werden wie bei der Zwillingslokomotive geprüft.
  3. Zur Feststellung der Dichtheit des mittleren Schiebers und Zylinders
    wird die Lok in die entsprechende Prüfstellung gefahren, sofern keine
    besonderen Vorrichtungen zur Bedienung des mittleren Schiebers von Skizze 2
    außen vorhanden sind.
    a) Schieberdichtheit:
    Rechter Treibzapfen steht nach Skizze 3. Steuerung auf Mitte. Zylinderentwässerungsventile geschlossen. Bremsen angezogen. Regler langsam voll öffnen. Am mittleren Zylinder darf weder am vorderen noch am hinteren Zylinderentwässerungsventil Dampf austreten.
    Dabei beobachten: Mittleres Schiebergehäuse, alle Flansche vom Müller-Knorr-Ventil, Ölstutzen und Schieberentwässerung.


Dampflokfreunde Salzwedel e.V. Am Bahnhof 6, 19322 Wittenberge