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Anhang 20
DV 947/300, § 33

Arbeitsanweisung für die Unterhaltung der Turbogeneratoren und der elektrischen Beleuchtung

1. Turbogenerator
Der Turbogenerator ist fristgemäß zu untersuchen und zu prüfen. Dabei ist auf folgende Schwerpunkte zu achten:
1.1. Kommutator besichtigen und prüfen, ob Oberfläche glatt und glänzend ist und die Bürsten funkenfrei laufen. Sind größere Riefen und Brandstellen, die auf Bürstenfeuer zurückzuführen sind, vorhanden, so muss der Turbogenerator getauscht und der Aufarbeitungsstelle zugeführt werden.
1.2. Die Bürstenhalter sind sauber und gangbar zu halten. Verbrauchte Kohlebürsten sind durch neue zu ersetzen, die vor Inbetriebnahme des Turbogenerators eingeschliffen werden müssen. Anschließend Reinigung vom Kohlenstaub durch Ausblasen mit Pressluft.
Der Abstand des Bürstenhalters vom Kommutator soll 2 mm betragen. An der Stellung des Bürstenhalters, die durch eine Marke an der Lagerkappe gekennzeichnet ist, darf nichts geändert werden.
1.3. Ein Nachlassen der Spannung nach längerer Betriebszeit ist auf die Abnutzung des Spurlagers zurückzuführen (Abnutzung nach einem Jahr Betriebszeit 0,6 mm). Die Abnutzung des Spurlagers kann durch Aufstecken von Beilegescheiben auf den Schieberbolzen ausgeglichen werden. Die Drehzahl des Turbogenerators muss dann am Schieber wieder neu eingestellt werden. Außerdem ist eine Feineinstellung durch Heraus- bzw. Hineinschrauben der Vorschlusskapsel möglich.
Bei Stillstand des Turbogenerators soll der Regelschieber 1,5 mm über die Vorderkante der Haube hervorstehen.
1.4. Ein Spannungsabfall zwischen den Planunterhaltungen lässt auf Verschmutzung der Regeleinrichtung schließen. Der Regelschieber ist sorgfältig zu reinigen und frei von Öl und Fett trocken wieder einzubauen. Die Verunreinigungen im Sieb der Frischdampfzuleitung sind regelmäßig zu entfernen.
1.5. Sämtliche Verschraubungen, Muttern und Anschlussklemmen müssen auf festen Anzug untersucht und, wenn nötig, nachgezogen werden.
1.6. Beim Tausch von Turbogeneratoren ist die Frischdampfzuleitung mit Dampf durchzublasen, um alle Schmutzteile aus der Leitung zu entfernen.
2. Lichtleitungen
Alle Verbindungen der Lichtleitungen sind fristgemäß auf einwandfreien Kontakt zu prüfen und Schäden zu beseitigen. Der Spannungsabfall zwischen Turbogenerator und Spitzensignallaternen soll 1.5 V nicht überschreiten. Der Isolationswiderstand ist mit dem Kurbelinduktor zu prüfen (bei einer Prüfspannung von 1000 V mindestens 0,1 Megaohm).


Dampflokfreunde Salzwedel e.V. Am Bahnhof 6, 19322 Wittenberge