Unsere aktuellen Termine (2021):
08.-09.05. 03.-04.07. 09.-10.10.
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vom 03.04. bis 16.10. jeweils samstags von 10:00-17:00 Uhr.
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B. Mangoldlager

  1. Beschreibung

    Das Mangoldlager besteht aus einer Oberlagerschale und zwei durch Keile nachstellbaren Seitenlagerschalen. Durch das Nachstellen der Seitenlagerschalen mit Stellkeilen soll der betriebliche Verschleiß in der Lagerbohrung und an den Außenflächen der Lagerschalen ausgeglichen und damit die für das Laufwerk notwendige gute Lagerführung des Treibradsatzes erhalten werden.

    Bei Linksdrehung der Stellmutter Teil l, die in einem Führungsstück Teil 2 gelagert ist, wird durch Stellkeilschraube Teil 3 der Stellkeil Teil 4 angezogen und damit die Seitenlagerschale gegen den Achsschenkel gedrückt. Durch das Sicherungsstück Teil 5 mit Sicherungsschraube Teil 6 und Blechsicherung Teil 7 wird der Stellkeil gegen Lockerung gesichert.

  2. Nachstellung:

    Nachdem die Radbremse gelöst ist und alle Achsstellkeile nachgestellt sind, werden an jedem Treibachslager nachstehende Arbeiten ausgeführt:

    a) Druckschrauben des Achslagerunterkastens etwas lösen.
    b) Sicherungsstück mit Sicherungen abnehmen.
    c) Kopfschrauben für Führungsstück nachziehen.
    d) Stellkeile durch Linksdrehung der Stellmutter beiderseits gleichmäßig mit kurzem Schraubenschlüssel anziehen, bis Seitenlagerschalen fest am Achsschenkel anliegen. Keilstellung "K" messen (vergleiche Zeichnung)
    e) Stellkeile durch Rechtsdrehung der Stellmutter beiderseits um 2 mm zurückziehen, so dass Keilstellung = K - 2 mm ist. Hierbei toten Gang der Stellschrauben berücksichtigen.
    f) Sicherungsstück und Sicherungen anbringen.
    g) Druckschrauben an den Achslagerunterkästen fest anziehen und sichern.

  3. Aufarbeitung:

    Die Aufarbeitung auf Herstellungsspiel mit neuem Einguss der Lagerschalen wird notwendig sein, wenn:

    a) der Metalleinguss heißgelaufen, stark gerissen, ausgebrochen oder stark abgenutzt ist;
    b) die Oberlagerschale im Gehäuse mehr als 0,2 mm Spiel hat. Größere Spiele müssen durch Aufschweißen der Außenflächen beseitigt werden;
    c) die Nachstellung der Lager nicht mehr möglich ist. Das Aufplatten der Keile mit Blechen ist verboten.


    An den Keilgleitflächen der Lagerschalen und in den Keilschlitzen der Lagergehäuse sind Ansätze (Grat, Wulstbildung usw.) durch Nacharbeiten zu entfernen.

Beim Ausbohren von Lagerschalen ist darauf zu achten, dass die Mangold-Stellkeile in Anfangsstellung stehen.
Gelegentlich der Lageraufarbeitung sind nötigenfalls auch die Achslagergleitplatten zu berichtigen.


Dampflokfreunde Salzwedel e.V. Am Bahnhof 6, 19322 Wittenberge